Forschungsprojekt ESIMAS

Ziel des Forschungsprojekts ESIMAS war die Entwicklung eines innovativen Detektions- und Expertensystems für die Überwachung von Straßentunneln.

In Deutschland sind derzeit 108 Tunnel an Bundesfernstraßen mit einer Länge über 400 Metern in Betrieb, die zur Gewährleistung der Sicherheit permanent überwacht werden. Hierzu sind diese Tunnel mit einer Vielzahl von Detektoren ausgestattet, deren Meldungen an Tunnelleitzentralen übermittelt werden. Anhand dieser Meldungen erfolgt dort die Überwachung und Steuerung mehrerer Tunnel durch Betriebspersonal (Operatoren) im Betriebs- und Störungsfall. Zur Zusammenführung und Interpretation der bereitgestellten Einzelmeldungen und hieraus abgeleiteter präventiver und ausmaßmindernder Handlungen kommt zukünftig Expertensystemen zur Unterstützung der Operatoren in den Leitzentralen hohe Bedeutung zu.







Gesamtziel des Projekts ESIMAS war die Entwicklung und die Demonstration eines flexiblen, modularen und innovativen Expertensystems, welches durch die Entwicklung neuer und Weiterentwicklung vorhandener Detektionssysteme qualitativ hochwertige Daten für eine in Echtzeit erfolgende Sicherheitsanalyse und Risikobewertung bereitstellt und hieraus ebenfalls in Echtzeit Maßnahmen- und Handlungsempfehlungen für Tunneloperatoren zur Verfügung stellt. Durch eine zuverlässige und rechtzeitige Ereigniserkennung sollte die Sicherheit von Straßentunneln und ihrer Nutzer verbessert werden.



ESIMAS wurde als Kooperationsprojekt durch das Bundesministerium für Wirtschaft und Energie (BMWi) im Rahmen des 3. Verkehrs-forschungsprogramms „Mobilität und Verkehrstechnologien“ gefördert. Das Projekt wurde begleitet durch den Projektträger Mobilität und Verkehrstechnologien der TÜV Rheinland Group (PT MVt). Die Laufzeit des Projekts erstreckte sich vom 01. Dezember 2011 bis zum 31. Mai 2015.